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22.07.2019   PhilCamaro

Wie ist es eigentlich, wenn...

...man blind ist?


Diese Frage stellte ich mir immer wieder, als ich am vergangenen Dienstag in meinem Indiestream das Spiel „Beyond Eyes” von den Entwicklern „tiger & squid” spielte und dabei wieder einmal aufs Neueste mit Detailreichtum und liebevolle Grafik begeistert wurde.

Ich schlüpfe in die Rolle der zehnjährigen Rae, die seit einem Unfall mit Feuerwerk erblindet ist. Sie ist nun anders als normale Kinder und somit verliert sie die meisten ihrer Freunde. Sie sitzt vielen Stunden alleine in ihrem Zimmer oder im Garten und spielt. Ab und zu kommt eine Katze zu ihr und spendet ihr Trost. Doch irgendwann ist diese Katze weg. Rae beschließt die Katze zu suchen und beginnt eine Reise in das Ungewisse. Was wird sie wohl erleben?

Beyond Eyes stream auf pweet

Der Spielstil ist langsam, denn Rae bewegt sich nur im Schritttempo durch die, sich aufbauende, Spielwelt. In sechs Kapiteln haben es die Entwickler und die Zeichnerin der Aquarelle geschafft die unterschiedlichen Geräusche, Gerüche und Gefühle der Spielwelt zu visualisieren. Durch farbliche „Streifen”, die die Umgebung durchziehen, erkennt man, ob Rae diese als Geruch, Geräusch oder Gefühl wahrnimmt. Rae prägt sich bekannte Geräusche ein und erkennt sie wieder. Wenn sie einem bekannten Geräusch näherkommt, dann verbindet sie es mit einem neuen Gegenstand. Das Spiel hat spielerisch nicht viel zu bieten, denn es ist im Grunde ein sehr langsamer Walking-Simulator, dennoch kann man sich in Rae hineinfühlen und stellen sich immer wieder die Fragen: „Könnte ich so durchs Leben gehen?” oder „Wie würde ich reagieren?”

Auffällig ist der Detailreichtum und die liebevolle Musik, die die reinen Laufpassagen untermalen. Auch hier zeigt sich, dass Indieentwickler sehr viel Wert auf Atmosphäre legen, um dem Spieler ein tolles Gefühl zu geben. Insbesondere der Aquarellstil und die Veränderung der Farbgebung bei Bedrohungen sind etwas ganz Besonderes. Außerdem greift „Beyond Eyes” ein Nischenthema auf, denn blinde Protagonisten sind sehr selten in der Gamingszene.