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17.05.2020   Pweet Stefan

Twitch Streaming

Einnahmen steuerpflichtig?

(Bitte beachtet, dass dieser Artikel keine Rechtsberatung darstellt!)

Der Boom Twitch Streamer zu werden, wurde auch durch Corona deutlich verstärkt. Im Dezember 2019 gab es noch rund 3,3 Mio aktive Streamer auf der Plattform, im April 2020 konnte Twitch sensationelle 7,2 Mio Streamer verzeichnen. Viele Streamer betreiben ihren Kanal rein als Hobby, allerdings ein Großteil auch mit dem Ziel, damit Einnahmen zu generieren.

Ab wann kann man als Streamer Geld verdienen?

Die relativ leichte Hürde bei Twitch nennt sich ”Twitch Affiliate”. Die Voraussetzungen, welche zu erfüllen sind, stellen für viele Streamer kein allzu großes Problem dar. Man muss mindestens 50 Follower erreichen, in den letzten 30 Tagen mindestens 500 übertragene Minuten und durchschnittlich 3 oder mehr gleichzeitige Zuschauer haben.

Ist dieses Ziel erreicht, sind die Türen für mögliche Einnahmen geöffnet. Durch das Sub Modell, können Zuschauer ein Abo abschließen in drei möglichen Stufen, entweder für 4,99 Euro, 9,99 Euro oder 24,99 Euro. Als Dankeschön erhält der Zuschauer ein oder mehrere Emotes, welche man im Chat anwenden kann. Am Sub selbst verdient der Streamer etwa 50%.

Weitere Verdienstmöglichkeiten sind Donations (Spenden), welche sehr oft in den Panels der Streamer mit eingebaut und genutzt werden. Ebenso können Zuschauer den Streamer sogenannte Bits zukommen lassen. Pro Bit verdient ein Streamer 1 Cent.

Sind Einnahmen für Streamer künstlerisches Taschengeld oder steuerpflichtig?

Grundsätzlich gilt, wer Einnahmen generiert ist steuerpflichtig, sprich muss ein Gewerbe anmelden. Werden Einnahmen bei einer Steuererklärung nicht angegeben, kann dies drastische Konsequenzen haben.

Wer der Meinung ist, es handelt sich hierbei eigentlich nur um eine Art Trinkgeld (§3 Nr. 51 EStG), der liegt falsch, da sich diese Regelung nur auf Angestellte bezieht. Auch Donations ”Spenden” werden steuerlich als Einnahmen angesehen.

Wie kann man eventuell Subs und Donations ohne Gewerbe erhalten?

Sollte es jemand schaffen, das Finanzamt davon zu überzeugen, dass das Streaming nur eine künstlerische Nebentätigkeit (§3 Nr.26 EStG) ist, so wäre das Einkommen bis zu einem Betrag von 2.400 Euro steuerfrei. Überzeugend dabei wäre eventuell, wenn man seine Streams auch zur Ausübung von künstlerischen Hobbies nutzt.

Eine weitere Möglichkeit Subs und Donations erhalten zu können wäre, wenn man seinen Kanal rein nur als Hobby betreibt. Hier muss aber klar nachvollzogen werden können, dass hingegen zu den Einnahmen auch gleich hohe Ausgaben stehen. Eine Gewinnerzielung darf hier nicht vorliegen.

Gewerbe anmelden große Hürde, aber eigentlich super easy!

Warum sind viele Streamer ohne Gewerbe unterwegs? Vermutlich schrecken einige vor dem bürokratischen Aufwand ab, der allerdings alles andere als schwer ist.

Man muss sich lediglich zum Rathaus begeben und dort um ein Formular zur Gewerbeanmeldung fragen. Eventuell hilft auch ein Mitarbeiter des Rathauses bei der Ausfüllung des Bogens. Die Anmeldung selbst kostet lediglich zwischen 20-30 Euro. Anschließend erhält man einen Fragebogen vom Finanzamt zugeschickt, welcher ausgefüllt werden muss um am Ende die entscheidende Steuernummer zu bekommen. Bei der Anmeldung können Tätigkeiten wie Online-Marketing, Internetwerbung oder Handel mit digitalen Gütern/Medien angegeben werden. Mit der Gründung eines Nebengewerbes (Kleingewerbe) muss man nur noch einmal im Jahr zur Steuererklärung eine Gewinn- und Verlustaufstellung mit ausfüllen und schon kann man sorgenfrei streamen.

Wer sich unsicher ist, der sollte sich beim Finanzamt erkundigen oder bei einem Steuerberater. Auch können wir die hufenschmie.de empfehlen, zwei erfahrene Streamer, die kostenpflichtig gerne helfen die Gewerbeanmeldung umzusetzen.

Mit unserem Artikel wollen wir keine Streamer abschrecken, sondern lediglich darauf hinweisen, dass Einnahmen steuerpflichtig sind. Wer dies missachtet, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Der Weg zum Nebengewerbe ist wirklich sehr einfach und erspart am Ende großen Ärger. Holt Euch Hilfe oder fragt Euer Finanzamt bzw. Steuerberater, wenn Ihr beabsichtigt mit Eurem Kanal Geld zu verdienen.